Fileserver mit Intel Atom und Mini-ITX Formfaktor
Nachdem ich heute wieder in Aachen eingetroffen bin, war endlich mein lang ersehntes Gehäuse für meinen neuen Fileserver in der Packstation. Das Gehäuse ist ein Chenbro ES30068, das ich für den stolzen Preis von ~100€ bei mini-itx.de erstanden habe. Das Mainboard – ein Intel D510MO – habe ich direkt dort mitbestellt. Für das Gehäuse habe ich mich entschieden, da ich mindestens zwei 3,5″ HDD verbauen wollte, um eine entsprechende Kapazität zu erreichen. Das Gehäuse für vier HDD hat mich mit einem Preis von 180@ dann aber doch eher abgeschreckt. Daher das mit zwei HDDs, in dem ich zur Not noch eine 2,5″ HDD eingebauen könnte. Eine 2,5″ SSD als Systemplatte ist mir aber derzeit noch zu teuer. Als HDD kommt eine Samsung Ecogreen mt 2TB Kapazität und 5400 rpm zum Einsatz. Bei Bedarf wird dann noch eine Platte ergänzt.
Beide Teile waren gut verpackt und in fabrikneuem Zustand. Nach der Inspektion des Gehäuses, war ich dann endlich überzeugt, dass es seinen Preis Wert war. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet, mindestens auf dem Niveau des Chieftech Desktop-Bigtower der neben mir steht. Das Mainboard ist durch eine Trennwand von den HDDs und dem Netzteil getrennt, so dass thermische Probleme reduziert werden können. Der Mainboardbereich wird von einem 60mm-Lüfter unter dem Oberteil durchlüftet, auf der HDD/Netzteilseite zieht ein 80mm-Lüfter die Luft aus dem Gehäuse. Generell ist die Geräuschentwicklung wirklich gering, nur das Netzteil an sich ist leider relativ laut. Ich bin nicht sicher ob dort auch intern ein Lüfter werkelt, den müsste man dann bei Gelegenheit wohl mal austauschen.
Die Installation des Mainboard ist denkbar einfach, einfach das Slotblech installieren und dann das Board mit den beigelegten Schrauben befestigen. Beim Slotblech ist zu beachten, dass das Mainboard verkehrtherum eingebaut wird und somit auch das Slotblech mit den PS/2-Ports nach unten eingebaut werden muss. Die Festplatteninstallation war da etwas schwieriger, ich musste das Handbuch konsultieren. Nachdem ich dann aber bestätigt bekam, dass man mit mittelschwerer Gewalt das Frontpanel entfernen muss, kam ich endlich an die zwei 3,5″ Slots für die HDDs. Das dürfte wohl auch mit der Grund dafür sein, dass das Gehäuse als Cold-Swap-Gehäuse gekennzeichnet ist. Die Installation der HDD war dann schnell erledigt einfach, die Käfige passen perfekt und das SATA-Backplane war bereits vorinstalliert. Daher musste ich im Gehäuse die Netzteilseite auch nicht antasten und habe bisher nur die Mainboard-Seite geöffnet.
Die Front des Gehäuse bietet die üblichen Power- und Resetschalter und zwei USB-Ports. Ergänzt werden diese durch eine senkrechte Plexiglasleiste die mit einer blauen LED befeuert wird und eine Vielzahl von Status LEDs. Diese umfassen: Power, BOOT, HDD1, HDD2, HDD3, HDD4, Network, HDD Activity. Für die meisten habe ich bisher keine Verwendung, lediglich Power und HDD Activity sind angeschlossen. Network würde ich gerne nutzen, das Mainboard hat aber leider nur Anschlüsse für WLAN, das man in den mini-PCIe Slot auf dem Board stecken könnte. Hier muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Dasselbe gilt für die leuchtende Leiste, für die nirgends ein Stromanschluss vorhanden ist, da diese auch noch einen etwas exotischen Stecker verwendet. Wieso hier kein passende Stecker direkt vom Netzteil zugeführt wird, ist mir etwas rätselhaft. Da muss ich wohl noch einen Stecker basteln.
Das wars erst einmal von meinem neuen Fileserver, wenn ich die angesprochenen Probleme löse, werde ich noch einmal berichten. Derzeit wird die Platte mit Zufallsdaten überschrieben, das dauert bei der Größe und der CPU etwa 5h. Daher wird die Softwareinstallation wohl erst morgen laufen.
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